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Reise Berichte aus Europa, Amerika, Afrika und dem Rest der Welt!
05 1st, 2007

Abenteuer pur auf ganz besondere Art sind die ostmalaysischen Staaten Sabah und Sarawak auf der Insel Borneo. Beide Staaten bieten riesige undurchdringliche Regewälder, lange Flüsse, immens alte Höhlen und tropische Inseln und Atolle, die ebenfalls entdeckt werden möchten. Auch die Vielfalt an wilden Tieren, Pflanzen und Meeresleben ist unglaublich. Der grösste lebende Primate - der Orang-Utan - und die grösste Blume der Welt - die Rafflesia – sind hier zu Hause. Es gibt unzählige Naturattraktionen auch für den kritischsten Umweltbeobachter und für alle, die das Abenteuer suchen. Bergsteiger werden der Versuchung, den Mount Kinabalu in Sabah zu besteigen, nicht widerstehen können. Wer Höhlen liebt, muss zu den Niah oder den Mulu Caves – gigantische Höhlensysteme, die bis heute nicht komplett erforscht sind. Die Marineparks bieten unberührte Paradiese voller Leben in kristallklarem Wasser zum Tauchen.

Sabah, das „Land unter dem Wind“, grenzt im Westen an das Südchinesische Meer und im Osten an die Sulu und Zelebes See mit einer Küstenlinie von etwa 1.440 Kilometern Länge. Die knapp zwei Millionen Bewohner setzen sich aus 32 unterschiedlichen Volksstämmen, Kulturen und ihren Dialekten zusammen. Die drei grössten Gruppen der Ureinwohner in Sabah sind die Kadazan-Dusun, die Murut und die Bajau. Die Kadazan-Dusun stellen etwa ein Drittel der Bevölkerung und leben im Landesinneren. In erster Linie Reisfarmer, handeln sie heute auch mit anderen Waren. Die Reisernte ist ein wichtiges Ritual und viele religiöse Riten begleiten die Ernte. Hauptpersonen dabei sind Priesterinnen, die Bobohizan genannt werden.
Die Muruts leben in der Nähe der Grenze zu Sarawak und Kalimantan und sind Bauern und Jäger. Viele von ihnen leben heute noch in Langhäusern. Hochzeiten bei den Muruts sind besonders grosse Feste mit jeder Menge Spass und fröhlichen Ritualen.

Die Bajaus bilden die zweitgrösste Gruppe der Ureinwohner. Sie leben an der West- und Ostküste. Die Bajaus an der Ostküste sind Meernomaden, die nur auf das Festland kommen, um ihre Toten zu beerdigen. Die Westküsten Bajaus sind Bauern und berühmt für ihre Reitkünste. Diese „Cowboys“ in ihren schmucken Kostümen fügen lokalen Festen ein typisches Sabah-Bild hinzu.

In der Hauptstadt Kota Kinabalu, die während des II. Weltkrieges komplett zerstört wurde, vermischen sich europäische, malaysische und chinesische Kulturen in alten chinesischen Ladenhäusern, traditionellen Marktplätzen und Hochhäusern mit modernen Einkaufsmöglichkeiten. Sie ist idealer Ausgangspunkt für viele Abenteuer in Sabah. Der 4.093 Meter hohe Mount Kinabalu ist eine Herausforderung für alle Bergsteiger.

Heisse Schwefelquellen warten auf Besucher. An den Ufern des mit 530 Kilometern längsten Flusses in Borneo (Kinabatangan River) leben die skurrilen Nasenaffen, Orang-Utans, Makaken, Elefanten, gefleckte Leoparden, Nashornvögel, Krokodile, Zibetkatzen, Eisvögel und Silberreiher und noch viele weitere Tierarten. Wasserschildkröten, Sumatra Nashörner, dichter Dschungel und bunte Orchideen können ebenso erkundet werden, wie Sepilok, ein Orang-Utan Schutzgebiet, in dem junge und kranke Orang-Utans gesund gepflegt und so lange in natürlicher Umgebung trainiert werden, bis sie wieder alleine in freier Wildbahn lebensfähig sind. In dem 5,6 Hektar grossen Urwaldgebiet Sepilok haben auch viele andere Säugetiere und mehr als 200 Vogelarten ein neues zu Hause gefunden.

Sarawak, das Land der Nashörnvögel, der vielen Flüsse und des Pfeffers, lockt mit seinen Regenwäldern und den unterschiedlichen Lebensweisen seiner Ureinwohner. Sarawak ist Malaysias grösster Staat. Die 1,7 Millionen Einwohner setzen sich aus 23 Volksstämmen zusammen. Ibans und Chinesen machen ein Drittel der Bevölkerung aus – dann folgen die Malaien, die Bidayuh, Melanau und die Orang Ulu. Die Ibans – die ehemaligen Kopfjäger – leben vom Fischfang, vom Ackerbau und vom Jagen.

Die Malaien sind meist Bauern und Fischer und leben in den Küstengebieten. Die Bidayuhs waren ursprünglich Siedler an der Küste, doch sie wurden von Piraten ins Landesinnere gejagt. Die offiziell ersten Siedler in Sarawak waren die Melanaus, die vom Fischfang lebten. Viele dieser Volksgruppen haben sich an den Flüssen angesiedelt – meist leben alle Dorfbewohner im wahrsten Sinne des Wortes unter einem Dach: In Langhäusern. Sie sind sehr gastfreundlich und viele Besucher übernachten während ihres Aufenthaltes auch für eine Nacht im Langhaus.


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05 1st, 2007

Bei Sonnenuntergang auf der Terrasse sitzen, einen kühlen Drink in der Hand – mitten im ältesten Regenwald der Welt. Es raschelt, es knistert, es knackt. Ein fettes Wildschwein mit seinem Nachwuchs spaziert quer über die Wiese. Kurz danach komme Rehe, dann eine riesige Echse und sogar ein Lori wagt sich mit vorsichtigem Blick aus seinen kugelrunden Augen vorsichtig aus seinem Gebüsch. Kein Film, kein Zoo. Nur kluge Wildtiere, die die Hotelanlage zum Ausruhen benutzen, wenn alle Besucher ausgeflogen sind – auf der Suche nach wilden Tieren im Taman Negara Nationalpark.

In Malaysia wissen alle, wie man sein Leben am bequemsten lebt. Ob Malaien, Inder, Chinesen oder die ehemaligen Kopfjäger auf Borneo. Es wird gelächelt, man weiss, wie man miteinander umgeht, die unterschiedlichen Traditionen, Kulturen und Religionen respektiert. In ultramodernen Hochhäusern in der Hauptstadt Kuala Lumpur und in den Langhäusern im Dschungel Borneos. Ob Nadelstreifenanzug oder Lendenschurz – die Lebensarten in Malaysia sind ebenso vielfältig wie die Natur.

Die Föderation Malaysia besteht aus der Halbinsel Malaysia und den Staaten Sabah und Sarawak auf der Insel Borneo. Sie liegt zwischen den zweiten und siebten Graden nördlich des Äquators. Die malaysische Halbinsel ist von den Staaten Sabah und Sarawak durch das Südchinesische Meer getrennt. Im Norden grenzt Malaysia an Thailand, im Süden an Singapur. Sabah und Sarawak sind Nachbarn von Indonesien und Sarawak grenzt zusätzlich auch an das Sultanat Brunei. Die Gesamtfläche Malaysias beträgt 329.759 km². Etwa 22,7 Millionen Menschen leben hier - 57 Prozent Malaien. Chinesen, Inder und mehrere Dutzend ethnische Volksgruppen bilden die restliche Bevölkerung. Auch wenn Islam die offizielle Religion ist, werden Buddhismus, Hinduismus, Christentum und viele andere Religionen frei praktiziert.

In der Hauptstadt Kuala Lumpur kann man das Potential des tropischen Landes am besten erkennen. Die Petronas Towers, mit 88 Stockwerken und 452 Metern das höchste Gebäude der Welt, ragen silbrig-blau über glitzernden Shopping-Zentren, Garküchen, grünen Parks, Zoos und botanischen Gärten, dichtem Stadtverkehr, Tempeln und Moscheen, Museen und traditionellen Märkten, Geschäftsleuten und Urlaubern in den Himmel. Malaysische Frauen in farbenprächtigen bodenlangen Sarongs und Kopftüchern trinken in den Strassencafés des Bintang Walk Tee mit chinesischen Geschäftsfrauen im Minirock. Hippe Discos und die Klänge der Muezzin vermischen sich wie die Edelrestaurants mit kleinen brutzeligen Garküchen an jeder Strassenecke. Sanfte klassische Musik lockt Käufer in die klimatisierten Boutiquen der Edeldesigner aus aller Welt, lautes Gefeilsche und ein kunterbunter Mix aus Kleidung, Taschen, Uhren und Schnickschnack auf dem Nachtmarkt in Chinatown lässt die Herzen der Schnäppchenjäger höher schlagen auf der Suche nach dem besten Angebot. Alte Männer spielen gemächlich auf Hockern am Klapptisch in einer Seitenstrasse Mahjongg, Juppies stehen daneben und sprechen hektisch in ihre Handies mit Digitalkamera.

Kuala Lumpur boomt. Im späten 18. Jahrhundert war es noch eine kleine Minensiedlung auf der Suche nach Zinn am Zusammenfluss der Flüsse Klang und Gombak.1972 bekam Kuala Lumpur Stadtrechte und ist seit 1974 Bundesgebiet. Heute leben hier 1,5 Millionen Menschen. „K.L.“ ist der Puls der Nation und führt die rasanten Entwicklung von Handel und Gewerbe, Banken und Finanzen, Produktion, Verkehr, Informationstechnologie und Tourismus an. Trotzdem ist der alte Lebensstil geblieben. Die Menschen lächeln, sind aus tiefstem Herzen heraus freundlich, höflich und hilfsbereit geblieben - untereinander und im Umgang mit Fremden.

Das Lächeln ist gleich, die Freundlichkeit auch. Alles andere ist ganz anders an der Ostküste Malaysias. Drei Staaten gibt es hier – Kelantan, Pahang und Terengganu. Kelantan wird oft als Wiege der malaysischen Kultur bezeichnet und trägt gleichzeitig viele thailändische Elemente in seiner Kultur. Gelebt wird von der Fabrikation von Kunsthandwerk, Stoffen und Silberwaren, vom Fischfang, Ackerbau und von Heimarbeit. Keine Hektik, kein High-Tech. Auch in Pahang leben die Menschen in erster Linie von der Landwirtschaft und ihren natürlichen Ressourcen. Palmöl, Gummi und Kakao werden hier angebaut. Terengganu lebt vom Fischfang, Öl- und Gasraffinerien, Weben, Bootsbau und der Landwirtschaft.


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