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Reise Berichte - Berichte von Reisen aus aller Herren Länder

Reise Berichte aus Europa, Amerika, Afrika und dem Rest der Welt!
05 1st, 2007

Das hübsche Kuching ist die Hauptstadt von Sarawak. Kuching heisst Katze und das ist nicht zu übersehen. Mitten in der Stadt begrüsst eine riesengrosse Katzenstatue die Besucher. Kuching liegt direkt am Sarawak River. Hier gibt es Parks und Gärten, elegante alte Kolonialgebäude, farbenfrohe Märkte und eine wuselige Hafenpromenade. Kuching hat eine sehr entspannende Atmosphäre ohne je langweilig zu sein. Die wahren Abenteuer warten aber draussen in der Wildnis. Sarawak ist übrigens da, wo der Pfeffer wächst – fast 90 Prozent des Pfeffers aus Malaysia kommen von hier – scharf und von bester Qualität.

Mit dem Einbaum auf Fluss-Safari gehen und wie die Eingeborenen bis zum Langhaus gleiten, ist eine Möglichkeit, das Landesinnere zu erkunden. Die gastfreundlichen Ibans zeigen, wie sie mit dem Blasrohr jagen und ihre tra-ditionellen Tänze zur der ungewöhnlichen Gamellan-Musik. Auch ein Glas selbstgemachter Reiswein – Tuak – fehlt nicht. Manche Langhäuser bieten auch komfortablere Gästehäuser an, in denen man wie die Ibans direkt am Fluss zwischen all den exotischen Urwaldgeräuschen übernachten kann.
Oder man kann Höhlen besuchen, die so gross sind, dass man es kaum glaubt. Im Mulu Nationalpark zum Beispiel ist eine, in der zwölf Jumbos bequem in ihr kreisen könnten, ohne dass es Platznot gäbe. Die Mulu Höhlen zählen zu dem grössten Höhlensystem der Welt und sind bis heute nicht komplett erforscht. Hier ist auch die längste Höhle in Südostasien - Clearwater Cave mit 51,5 Kilometer Länge.

Das ebenfalls riesige Höhlensystem Niah im Niah Nationalpark wurde dadurch berühmt, dass hier Mitte der 50er Jahre von Archäologen der Schädel eines Homo Sapiens entdeckt wurde, der vor mehr als 40.000 Jahren hier gelebt hat. Höhlenmalereien und Handwerkszeug beweisen, dass die Menschen, die damals hier lebten, ihre eigene einzigartige Kultur und Glauben hatten und dass sie ihre Toten begruben, indem sie sie in Begräbnisbooten den Fluss hinunter gleiten liessen.

Mystik und Legende werden in Mulu und Miri jeden Tag spätestens bei Sonnenuntergang lebendig. Sobald sie Sonne tiefer sinkt, starten Millionen und Abermillionen von Fledermäusen zur Futtersuche aus der Höhlen hinaus in den Regenwald. Es wackelt, es flattert, es raschelt, es fiept, der Höhleneingang wird pechrabenschwarz, der ganze Himmel verdunkelt sich innerhalb von Minuten. Die dunklen „Steine“, die bis eben noch an den Höhlenwänden zu sehen waren, sind weg – sie haben sich verwandelt in fliegende Pelztiere, die die Nacht unterm Sternenhimmel im Urwald verbringen.

Malaysia ist Faszination pur. Ob in der Stadt, am Strand, im Regenwald, über oder unter Wasser, auf Bergen oder in Höhlen. Malaysia ist Magie. Bei Tag und bei Nacht. Wer einmal hierher kommt, kommt wieder zurück – zu den Affen am Meer und den Drachen in der Stadt.


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05 1st, 2007

Bei Sonnenuntergang auf der Terrasse sitzen, einen kühlen Drink in der Hand – mitten im ältesten Regenwald der Welt. Es raschelt, es knistert, es knackt. Ein fettes Wildschwein mit seinem Nachwuchs spaziert quer über die Wiese. Kurz danach komme Rehe, dann eine riesige Echse und sogar ein Lori wagt sich mit vorsichtigem Blick aus seinen kugelrunden Augen vorsichtig aus seinem Gebüsch. Kein Film, kein Zoo. Nur kluge Wildtiere, die die Hotelanlage zum Ausruhen benutzen, wenn alle Besucher ausgeflogen sind – auf der Suche nach wilden Tieren im Taman Negara Nationalpark.

In Malaysia wissen alle, wie man sein Leben am bequemsten lebt. Ob Malaien, Inder, Chinesen oder die ehemaligen Kopfjäger auf Borneo. Es wird gelächelt, man weiss, wie man miteinander umgeht, die unterschiedlichen Traditionen, Kulturen und Religionen respektiert. In ultramodernen Hochhäusern in der Hauptstadt Kuala Lumpur und in den Langhäusern im Dschungel Borneos. Ob Nadelstreifenanzug oder Lendenschurz – die Lebensarten in Malaysia sind ebenso vielfältig wie die Natur.

Die Föderation Malaysia besteht aus der Halbinsel Malaysia und den Staaten Sabah und Sarawak auf der Insel Borneo. Sie liegt zwischen den zweiten und siebten Graden nördlich des Äquators. Die malaysische Halbinsel ist von den Staaten Sabah und Sarawak durch das Südchinesische Meer getrennt. Im Norden grenzt Malaysia an Thailand, im Süden an Singapur. Sabah und Sarawak sind Nachbarn von Indonesien und Sarawak grenzt zusätzlich auch an das Sultanat Brunei. Die Gesamtfläche Malaysias beträgt 329.759 km². Etwa 22,7 Millionen Menschen leben hier - 57 Prozent Malaien. Chinesen, Inder und mehrere Dutzend ethnische Volksgruppen bilden die restliche Bevölkerung. Auch wenn Islam die offizielle Religion ist, werden Buddhismus, Hinduismus, Christentum und viele andere Religionen frei praktiziert.

In der Hauptstadt Kuala Lumpur kann man das Potential des tropischen Landes am besten erkennen. Die Petronas Towers, mit 88 Stockwerken und 452 Metern das höchste Gebäude der Welt, ragen silbrig-blau über glitzernden Shopping-Zentren, Garküchen, grünen Parks, Zoos und botanischen Gärten, dichtem Stadtverkehr, Tempeln und Moscheen, Museen und traditionellen Märkten, Geschäftsleuten und Urlaubern in den Himmel. Malaysische Frauen in farbenprächtigen bodenlangen Sarongs und Kopftüchern trinken in den Strassencafés des Bintang Walk Tee mit chinesischen Geschäftsfrauen im Minirock. Hippe Discos und die Klänge der Muezzin vermischen sich wie die Edelrestaurants mit kleinen brutzeligen Garküchen an jeder Strassenecke. Sanfte klassische Musik lockt Käufer in die klimatisierten Boutiquen der Edeldesigner aus aller Welt, lautes Gefeilsche und ein kunterbunter Mix aus Kleidung, Taschen, Uhren und Schnickschnack auf dem Nachtmarkt in Chinatown lässt die Herzen der Schnäppchenjäger höher schlagen auf der Suche nach dem besten Angebot. Alte Männer spielen gemächlich auf Hockern am Klapptisch in einer Seitenstrasse Mahjongg, Juppies stehen daneben und sprechen hektisch in ihre Handies mit Digitalkamera.

Kuala Lumpur boomt. Im späten 18. Jahrhundert war es noch eine kleine Minensiedlung auf der Suche nach Zinn am Zusammenfluss der Flüsse Klang und Gombak.1972 bekam Kuala Lumpur Stadtrechte und ist seit 1974 Bundesgebiet. Heute leben hier 1,5 Millionen Menschen. „K.L.“ ist der Puls der Nation und führt die rasanten Entwicklung von Handel und Gewerbe, Banken und Finanzen, Produktion, Verkehr, Informationstechnologie und Tourismus an. Trotzdem ist der alte Lebensstil geblieben. Die Menschen lächeln, sind aus tiefstem Herzen heraus freundlich, höflich und hilfsbereit geblieben - untereinander und im Umgang mit Fremden.

Das Lächeln ist gleich, die Freundlichkeit auch. Alles andere ist ganz anders an der Ostküste Malaysias. Drei Staaten gibt es hier – Kelantan, Pahang und Terengganu. Kelantan wird oft als Wiege der malaysischen Kultur bezeichnet und trägt gleichzeitig viele thailändische Elemente in seiner Kultur. Gelebt wird von der Fabrikation von Kunsthandwerk, Stoffen und Silberwaren, vom Fischfang, Ackerbau und von Heimarbeit. Keine Hektik, kein High-Tech. Auch in Pahang leben die Menschen in erster Linie von der Landwirtschaft und ihren natürlichen Ressourcen. Palmöl, Gummi und Kakao werden hier angebaut. Terengganu lebt vom Fischfang, Öl- und Gasraffinerien, Weben, Bootsbau und der Landwirtschaft.


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