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Malaysia - Faszination und Mystik - Teil 2
Author: Reise-Berichte
In allen drei Staaten geht das Leben gemächlich zu. Niemand ist in Eile, man geniesst das Leben. Die jeweiligen Hauptstädte Kota Bharu, Kuantan und Kuala Terengganu sind voller bunter Märkte. Hier sitzen die Marktfrauen noch auf Bastmatten und verkaufen Gemüse, das sie selbst angebaut haben, konservierte Lebensmittel, getrocknete Meeresfrüchte und Bonbons.
In Terengganu lockt der 240 Kilometer lange Strand – hier kommen sogar die riesigen Lederschildkröten an Land, um ihre Eier abzulegen. Kleine verschlafene Fischerdörfer, mystische Höhlen, Wasserfälle, vorgelagerte Inseln mit atemberaubenden Tauch- und Schnorchelgebieten, Wassersport jeder Art, Affen, die darauf trainiert sind, von den Königspalmen am Strand Kokosnüsse zu pflücken. Diese zahmen Makaken essen sogar Austern, die an den Felsen am Meer wachsen und sind ausgezeichnete Angler.
Das Aufregendste in Pahang ist Taman Negara, der grösste und bedeutendste Nationalpark Malaysias. Die 434.000 Hektar Primärdschungel sind teilweise mehr als 130 Millionen Jahre alt. Unzählige seltene Pflanzenarten, 250 Vogelarten, Affen, bellende Rehe, Wildschweine und sogar Tiger, Leoparden, Elefanten, Honigbären und das Sumatra-Nashorn leben hier in freier Wildbahn.
Ein völliger Kontrast dazu sind die Cameron und Genting Highlands auf 1.820 bis 2.000 Metern über dem Meeresspiegel. Hier ist es mitten im tropischen Malaysia so kühl, dass Tee, Erdbeeren und Rosen in Hülle und Fülle gedeihen. Ob Reiten, Golfen, Kasinobesuch, gemütliche Spaziergänge oder anstrengende Bergexpeditionen – alles ist möglich.
Die drei Staaten haben eines gemeinsam: Bescheidenen Lebensstil, und ein friedliches Leben in malerischen Dörfern, wo Religion, Tradition und Kultur das Alltagsleben bestimmen. Und sie alle haben die gleichen Hobbies: Traditionelle malaysische Drachen fliegen lassen, Kreisel drehen und Batik – nicht nur für die Kinder, sondern vor allem die Erwachsenen können sich stundenlang damit beschäftigen.
Die Westküste im Norden der malaysischen Halbinsel bietet ebenfalls Strände und Regenwald – und beeindruckende Geschichte. Die Insel Penang - die „Perle des Orients“ – wurde 1786 als erster britischer Handelsposten im Fernen Osten eingerichtet. Heute ist die Hauptstadt Georgetown eine wuselige Metropole, in der Ost und West aufeinander treffen und zählt zu den schönsten und romantischsten Städten Asiens mit teilweise altertümlichem Bild der Vergangenheit: Enge Gassen, Fahrrad-Rikschas, Tempel und Händler, die ihren Göttern Opfer bringen, sind ebenso allgegenwärtig wie die Computerchip-Herstellung. In wunderschönen alten Kolonialgebäuden sitzen heute Banken und Versicherungen. Ob man Kameras, Batik oder Antiquitäten einkaufen möchte – hier gibt es alles günstig und im Überfluss. Chinatown ist zwar typisch chinesisch, dennoch findet man zwischen den Geschäftshäusern und Bazaren auch Moscheen und hinduistische Tempel.
Etwas ruhiger und gemächlicher geht es auf dem Langkawi Insel-Archipel zu. Langkawi mit seinen 99 dazu gehörigen Inselchen ist berühmt für seine Mythen und Legenden, die schönen Strände, die Unterwasserwelt, heisse Quellen und für die Möglichkeit zum zollfreien Einkaufen.
Sowohl Penang als auch Langkawi bieten eine ausgefeilte Infrastruktur mit allen Annehmlichkeiten und gleichzeitig auch den typischen Lebensstil in Malaysia mit unvergleichbarer Flora und Fauna.
Im Südwesten der malaysischen Halbinsel liegt Malacca – eine märchenhafte historische Stadt mit starken asiatischen und europäischen Einflüssen. Asiaten, Chinesen und Inder nutzten Malacca zuerst als Handelposten – dank seiner Lage als Hafenstadt an der nach ihr benannten Meerenge, der Strasse von Malacca. Der Handel mit Gewürzen, Gold, Seide, Tee, Opium, Tabak und Parfum liessen später auch die westlichen Kolonialmächte aufhorchen und die Portugiesen, die Holländer und die Briten regierten hier zu unterschiedlichen Zeiten. Auch heute noch findet man im alten Teil der Stadt mit seinen engen Gassen und Winkeln den Charme der alten Welt aus 600 Jahren Geschichte – und natürlich jede Menge Antiquitäten, die auf engen Marktgassen verkauft werden.
Der Malacca Rivers trennt den historischen Ortskern vom neuen Teil der Stadt mit seinen funkelnden Shopping-Zentren, Restaurant- und Vergnügungsvierteln. Es ist ein faszinierender Kontrast zwischen der glitzernden Neustadt und den historischen Gebäuden wie A’Famosa, dem Relikt eines portugiesischen Forts von 1511, dem holländischen Stadhuys von 1660, vielen Kirchen, Tempeln und der Kampung Hulu Moschee, der ältesten Moschee Malaysias aus dem Jahr 1728. Jede Menge Museen laden zu Verweilen ein und geben einen guten Einblick in die bewegte Geschichte der hübschen Handelsstadt.
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