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Archive for the 'Asien' Category
Mit der Kutsche durchs Weltkulturerbe
Author: Reise-Berichte
Die Philippinen bieten neben zahlreichen Traumstränden und faszinierender Naturlandschaft auch eindrucksvolle kulturelle Highlights. Die spanische Kolonialarchitektur in Vigan auf Luzon gehört zu den bemerkenswertesten in ganz Südostasien. Besucher der Hafenstadt können das Erbe der spanischen Kolonialherren bewundern und beim Wandeln durch die Gassen ein Hauch Geschichte schnuppern. 1999 wurde die Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.
Die Architektur der Philippinen
Die einzigartige Architektur spiegelt die Verschmelzung verschiedener kultureller Elemente der Philippinen, Chinas und Europas wider, woraus ein Stadtbild entstand, das seinesgleichen in Ost- und Südostasien sucht. Einmalig an den rund 180 Kolonialhäusern Vigans ist die Mischung aus asiatischer Bauweise und Gestaltung und europäischer Architektur und Stadtplanung. Die am besten erhaltene spanische Stadt der Philippinen stellt heute ein lebendes Museum dar und ist ein Höhepunkt einer Reise auf die philippinische Insel Luzon.
Das Weltkulturerbe
Die zum Weltkulturerbe ernannte historische Altstadt vermittelt durch Kopfstein gepflasterte Straßen und prächtige Bauwerke, die einst den Händlern und Kolonialoffizieren gehörten, eine ganz besondere Atmosphäre. Besucher die mit den hochrädrigen Kutschen, den sogenannten Calesas, die romantische Stadt mit erkunden, fühlen sich in eine Szene aus dem 17. Jahrhundert zurück versetzt.
Die Sehenswürdigkeiten
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und architektonischen Hinterlassenschaften der Spanier gehört die 1641 erbaute Saint Paul Kathedrale, die eine der größten und ältesten Sakralbauten der Philippinen ist. Bekannt ist Vigan jedoch auch für die traditionelle Töpferkunst und Weberei.
Vigan
Vigan, das zu den schönsten Zielen in Luzon gezählt wird, war einst bedeutungsvolles wirtschaftliches, religöses und kulturelles Zentrum. Durch die strategisch günstige Lage und die Nähe zum chinesischen Festland wurde Vigan zu einer der wichtigsten Hafen- und Umschlagplätze der Philippinen, schon bevor 1572 die Spanier landeten und Juan de Salcedo Vigan zu einem spanischen Stützpunkt entwickelte. Vigan ist heute die Hauptstadt der philippinischen Provinz Ilocos Sur und liegt im Nordwesten der Philippinen, etwa 400 Kilometer nördlich von Manila.
Tags:Ilocos Sur, Manila, Philippinen, Vigan, WeltkulturerbeVerwandte Artikel
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Malaysia - Faszination und Mystik - Teil 4
Author: Reise-Berichte
Das hübsche Kuching ist die Hauptstadt von Sarawak. Kuching heisst Katze und das ist nicht zu übersehen. Mitten in der Stadt begrüsst eine riesengrosse Katzenstatue die Besucher. Kuching liegt direkt am Sarawak River. Hier gibt es Parks und Gärten, elegante alte Kolonialgebäude, farbenfrohe Märkte und eine wuselige Hafenpromenade. Kuching hat eine sehr entspannende Atmosphäre ohne je langweilig zu sein. Die wahren Abenteuer warten aber draussen in der Wildnis. Sarawak ist übrigens da, wo der Pfeffer wächst – fast 90 Prozent des Pfeffers aus Malaysia kommen von hier – scharf und von bester Qualität.
Mit dem Einbaum auf Fluss-Safari gehen und wie die Eingeborenen bis zum Langhaus gleiten, ist eine Möglichkeit, das Landesinnere zu erkunden. Die gastfreundlichen Ibans zeigen, wie sie mit dem Blasrohr jagen und ihre tra-ditionellen Tänze zur der ungewöhnlichen Gamellan-Musik. Auch ein Glas selbstgemachter Reiswein – Tuak – fehlt nicht. Manche Langhäuser bieten auch komfortablere Gästehäuser an, in denen man wie die Ibans direkt am Fluss zwischen all den exotischen Urwaldgeräuschen übernachten kann.
Oder man kann Höhlen besuchen, die so gross sind, dass man es kaum glaubt. Im Mulu Nationalpark zum Beispiel ist eine, in der zwölf Jumbos bequem in ihr kreisen könnten, ohne dass es Platznot gäbe. Die Mulu Höhlen zählen zu dem grössten Höhlensystem der Welt und sind bis heute nicht komplett erforscht. Hier ist auch die längste Höhle in Südostasien - Clearwater Cave mit 51,5 Kilometer Länge.
Das ebenfalls riesige Höhlensystem Niah im Niah Nationalpark wurde dadurch berühmt, dass hier Mitte der 50er Jahre von Archäologen der Schädel eines Homo Sapiens entdeckt wurde, der vor mehr als 40.000 Jahren hier gelebt hat. Höhlenmalereien und Handwerkszeug beweisen, dass die Menschen, die damals hier lebten, ihre eigene einzigartige Kultur und Glauben hatten und dass sie ihre Toten begruben, indem sie sie in Begräbnisbooten den Fluss hinunter gleiten liessen.
Mystik und Legende werden in Mulu und Miri jeden Tag spätestens bei Sonnenuntergang lebendig. Sobald sie Sonne tiefer sinkt, starten Millionen und Abermillionen von Fledermäusen zur Futtersuche aus der Höhlen hinaus in den Regenwald. Es wackelt, es flattert, es raschelt, es fiept, der Höhleneingang wird pechrabenschwarz, der ganze Himmel verdunkelt sich innerhalb von Minuten. Die dunklen „Steine“, die bis eben noch an den Höhlenwänden zu sehen waren, sind weg – sie haben sich verwandelt in fliegende Pelztiere, die die Nacht unterm Sternenhimmel im Urwald verbringen.
Malaysia ist Faszination pur. Ob in der Stadt, am Strand, im Regenwald, über oder unter Wasser, auf Bergen oder in Höhlen. Malaysia ist Magie. Bei Tag und bei Nacht. Wer einmal hierher kommt, kommt wieder zurück – zu den Affen am Meer und den Drachen in der Stadt.
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Malaysia - Faszination und Mystik - Teil 3
Author: Reise-Berichte
Abenteuer pur auf ganz besondere Art sind die ostmalaysischen Staaten Sabah und Sarawak auf der Insel Borneo. Beide Staaten bieten riesige undurchdringliche Regewälder, lange Flüsse, immens alte Höhlen und tropische Inseln und Atolle, die ebenfalls entdeckt werden möchten. Auch die Vielfalt an wilden Tieren, Pflanzen und Meeresleben ist unglaublich. Der grösste lebende Primate - der Orang-Utan - und die grösste Blume der Welt - die Rafflesia – sind hier zu Hause. Es gibt unzählige Naturattraktionen auch für den kritischsten Umweltbeobachter und für alle, die das Abenteuer suchen. Bergsteiger werden der Versuchung, den Mount Kinabalu in Sabah zu besteigen, nicht widerstehen können. Wer Höhlen liebt, muss zu den Niah oder den Mulu Caves – gigantische Höhlensysteme, die bis heute nicht komplett erforscht sind. Die Marineparks bieten unberührte Paradiese voller Leben in kristallklarem Wasser zum Tauchen.
Sabah, das „Land unter dem Wind“, grenzt im Westen an das Südchinesische Meer und im Osten an die Sulu und Zelebes See mit einer Küstenlinie von etwa 1.440 Kilometern Länge. Die knapp zwei Millionen Bewohner setzen sich aus 32 unterschiedlichen Volksstämmen, Kulturen und ihren Dialekten zusammen. Die drei grössten Gruppen der Ureinwohner in Sabah sind die Kadazan-Dusun, die Murut und die Bajau. Die Kadazan-Dusun stellen etwa ein Drittel der Bevölkerung und leben im Landesinneren. In erster Linie Reisfarmer, handeln sie heute auch mit anderen Waren. Die Reisernte ist ein wichtiges Ritual und viele religiöse Riten begleiten die Ernte. Hauptpersonen dabei sind Priesterinnen, die Bobohizan genannt werden.
Die Muruts leben in der Nähe der Grenze zu Sarawak und Kalimantan und sind Bauern und Jäger. Viele von ihnen leben heute noch in Langhäusern. Hochzeiten bei den Muruts sind besonders grosse Feste mit jeder Menge Spass und fröhlichen Ritualen.
Die Bajaus bilden die zweitgrösste Gruppe der Ureinwohner. Sie leben an der West- und Ostküste. Die Bajaus an der Ostküste sind Meernomaden, die nur auf das Festland kommen, um ihre Toten zu beerdigen. Die Westküsten Bajaus sind Bauern und berühmt für ihre Reitkünste. Diese „Cowboys“ in ihren schmucken Kostümen fügen lokalen Festen ein typisches Sabah-Bild hinzu.
In der Hauptstadt Kota Kinabalu, die während des II. Weltkrieges komplett zerstört wurde, vermischen sich europäische, malaysische und chinesische Kulturen in alten chinesischen Ladenhäusern, traditionellen Marktplätzen und Hochhäusern mit modernen Einkaufsmöglichkeiten. Sie ist idealer Ausgangspunkt für viele Abenteuer in Sabah. Der 4.093 Meter hohe Mount Kinabalu ist eine Herausforderung für alle Bergsteiger.
Heisse Schwefelquellen warten auf Besucher. An den Ufern des mit 530 Kilometern längsten Flusses in Borneo (Kinabatangan River) leben die skurrilen Nasenaffen, Orang-Utans, Makaken, Elefanten, gefleckte Leoparden, Nashornvögel, Krokodile, Zibetkatzen, Eisvögel und Silberreiher und noch viele weitere Tierarten. Wasserschildkröten, Sumatra Nashörner, dichter Dschungel und bunte Orchideen können ebenso erkundet werden, wie Sepilok, ein Orang-Utan Schutzgebiet, in dem junge und kranke Orang-Utans gesund gepflegt und so lange in natürlicher Umgebung trainiert werden, bis sie wieder alleine in freier Wildbahn lebensfähig sind. In dem 5,6 Hektar grossen Urwaldgebiet Sepilok haben auch viele andere Säugetiere und mehr als 200 Vogelarten ein neues zu Hause gefunden.
Sarawak, das Land der Nashörnvögel, der vielen Flüsse und des Pfeffers, lockt mit seinen Regenwäldern und den unterschiedlichen Lebensweisen seiner Ureinwohner. Sarawak ist Malaysias grösster Staat. Die 1,7 Millionen Einwohner setzen sich aus 23 Volksstämmen zusammen. Ibans und Chinesen machen ein Drittel der Bevölkerung aus – dann folgen die Malaien, die Bidayuh, Melanau und die Orang Ulu. Die Ibans – die ehemaligen Kopfjäger – leben vom Fischfang, vom Ackerbau und vom Jagen.
Die Malaien sind meist Bauern und Fischer und leben in den Küstengebieten. Die Bidayuhs waren ursprünglich Siedler an der Küste, doch sie wurden von Piraten ins Landesinnere gejagt. Die offiziell ersten Siedler in Sarawak waren die Melanaus, die vom Fischfang lebten. Viele dieser Volksgruppen haben sich an den Flüssen angesiedelt – meist leben alle Dorfbewohner im wahrsten Sinne des Wortes unter einem Dach: In Langhäusern. Sie sind sehr gastfreundlich und viele Besucher übernachten während ihres Aufenthaltes auch für eine Nacht im Langhaus.
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Malaysia - Faszination und Mystik - Teil 2
Author: Reise-Berichte
In allen drei Staaten geht das Leben gemächlich zu. Niemand ist in Eile, man geniesst das Leben. Die jeweiligen Hauptstädte Kota Bharu, Kuantan und Kuala Terengganu sind voller bunter Märkte. Hier sitzen die Marktfrauen noch auf Bastmatten und verkaufen Gemüse, das sie selbst angebaut haben, konservierte Lebensmittel, getrocknete Meeresfrüchte und Bonbons.
In Terengganu lockt der 240 Kilometer lange Strand – hier kommen sogar die riesigen Lederschildkröten an Land, um ihre Eier abzulegen. Kleine verschlafene Fischerdörfer, mystische Höhlen, Wasserfälle, vorgelagerte Inseln mit atemberaubenden Tauch- und Schnorchelgebieten, Wassersport jeder Art, Affen, die darauf trainiert sind, von den Königspalmen am Strand Kokosnüsse zu pflücken. Diese zahmen Makaken essen sogar Austern, die an den Felsen am Meer wachsen und sind ausgezeichnete Angler.
Das Aufregendste in Pahang ist Taman Negara, der grösste und bedeutendste Nationalpark Malaysias. Die 434.000 Hektar Primärdschungel sind teilweise mehr als 130 Millionen Jahre alt. Unzählige seltene Pflanzenarten, 250 Vogelarten, Affen, bellende Rehe, Wildschweine und sogar Tiger, Leoparden, Elefanten, Honigbären und das Sumatra-Nashorn leben hier in freier Wildbahn.
Ein völliger Kontrast dazu sind die Cameron und Genting Highlands auf 1.820 bis 2.000 Metern über dem Meeresspiegel. Hier ist es mitten im tropischen Malaysia so kühl, dass Tee, Erdbeeren und Rosen in Hülle und Fülle gedeihen. Ob Reiten, Golfen, Kasinobesuch, gemütliche Spaziergänge oder anstrengende Bergexpeditionen – alles ist möglich.
Die drei Staaten haben eines gemeinsam: Bescheidenen Lebensstil, und ein friedliches Leben in malerischen Dörfern, wo Religion, Tradition und Kultur das Alltagsleben bestimmen. Und sie alle haben die gleichen Hobbies: Traditionelle malaysische Drachen fliegen lassen, Kreisel drehen und Batik – nicht nur für die Kinder, sondern vor allem die Erwachsenen können sich stundenlang damit beschäftigen.
Die Westküste im Norden der malaysischen Halbinsel bietet ebenfalls Strände und Regenwald – und beeindruckende Geschichte. Die Insel Penang - die „Perle des Orients“ – wurde 1786 als erster britischer Handelsposten im Fernen Osten eingerichtet. Heute ist die Hauptstadt Georgetown eine wuselige Metropole, in der Ost und West aufeinander treffen und zählt zu den schönsten und romantischsten Städten Asiens mit teilweise altertümlichem Bild der Vergangenheit: Enge Gassen, Fahrrad-Rikschas, Tempel und Händler, die ihren Göttern Opfer bringen, sind ebenso allgegenwärtig wie die Computerchip-Herstellung. In wunderschönen alten Kolonialgebäuden sitzen heute Banken und Versicherungen. Ob man Kameras, Batik oder Antiquitäten einkaufen möchte – hier gibt es alles günstig und im Überfluss. Chinatown ist zwar typisch chinesisch, dennoch findet man zwischen den Geschäftshäusern und Bazaren auch Moscheen und hinduistische Tempel.
Etwas ruhiger und gemächlicher geht es auf dem Langkawi Insel-Archipel zu. Langkawi mit seinen 99 dazu gehörigen Inselchen ist berühmt für seine Mythen und Legenden, die schönen Strände, die Unterwasserwelt, heisse Quellen und für die Möglichkeit zum zollfreien Einkaufen.
Sowohl Penang als auch Langkawi bieten eine ausgefeilte Infrastruktur mit allen Annehmlichkeiten und gleichzeitig auch den typischen Lebensstil in Malaysia mit unvergleichbarer Flora und Fauna.
Im Südwesten der malaysischen Halbinsel liegt Malacca – eine märchenhafte historische Stadt mit starken asiatischen und europäischen Einflüssen. Asiaten, Chinesen und Inder nutzten Malacca zuerst als Handelposten – dank seiner Lage als Hafenstadt an der nach ihr benannten Meerenge, der Strasse von Malacca. Der Handel mit Gewürzen, Gold, Seide, Tee, Opium, Tabak und Parfum liessen später auch die westlichen Kolonialmächte aufhorchen und die Portugiesen, die Holländer und die Briten regierten hier zu unterschiedlichen Zeiten. Auch heute noch findet man im alten Teil der Stadt mit seinen engen Gassen und Winkeln den Charme der alten Welt aus 600 Jahren Geschichte – und natürlich jede Menge Antiquitäten, die auf engen Marktgassen verkauft werden.
Der Malacca Rivers trennt den historischen Ortskern vom neuen Teil der Stadt mit seinen funkelnden Shopping-Zentren, Restaurant- und Vergnügungsvierteln. Es ist ein faszinierender Kontrast zwischen der glitzernden Neustadt und den historischen Gebäuden wie A’Famosa, dem Relikt eines portugiesischen Forts von 1511, dem holländischen Stadhuys von 1660, vielen Kirchen, Tempeln und der Kampung Hulu Moschee, der ältesten Moschee Malaysias aus dem Jahr 1728. Jede Menge Museen laden zu Verweilen ein und geben einen guten Einblick in die bewegte Geschichte der hübschen Handelsstadt.
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Malaysia - Faszination und Mystik - Teil 1
Author: Reise-Berichte
Bei Sonnenuntergang auf der Terrasse sitzen, einen kühlen Drink in der Hand – mitten im ältesten Regenwald der Welt. Es raschelt, es knistert, es knackt. Ein fettes Wildschwein mit seinem Nachwuchs spaziert quer über die Wiese. Kurz danach komme Rehe, dann eine riesige Echse und sogar ein Lori wagt sich mit vorsichtigem Blick aus seinen kugelrunden Augen vorsichtig aus seinem Gebüsch. Kein Film, kein Zoo. Nur kluge Wildtiere, die die Hotelanlage zum Ausruhen benutzen, wenn alle Besucher ausgeflogen sind – auf der Suche nach wilden Tieren im Taman Negara Nationalpark.
In Malaysia wissen alle, wie man sein Leben am bequemsten lebt. Ob Malaien, Inder, Chinesen oder die ehemaligen Kopfjäger auf Borneo. Es wird gelächelt, man weiss, wie man miteinander umgeht, die unterschiedlichen Traditionen, Kulturen und Religionen respektiert. In ultramodernen Hochhäusern in der Hauptstadt Kuala Lumpur und in den Langhäusern im Dschungel Borneos. Ob Nadelstreifenanzug oder Lendenschurz – die Lebensarten in Malaysia sind ebenso vielfältig wie die Natur.
Die Föderation Malaysia besteht aus der Halbinsel Malaysia und den Staaten Sabah und Sarawak auf der Insel Borneo. Sie liegt zwischen den zweiten und siebten Graden nördlich des Äquators. Die malaysische Halbinsel ist von den Staaten Sabah und Sarawak durch das Südchinesische Meer getrennt. Im Norden grenzt Malaysia an Thailand, im Süden an Singapur. Sabah und Sarawak sind Nachbarn von Indonesien und Sarawak grenzt zusätzlich auch an das Sultanat Brunei. Die Gesamtfläche Malaysias beträgt 329.759 km². Etwa 22,7 Millionen Menschen leben hier - 57 Prozent Malaien. Chinesen, Inder und mehrere Dutzend ethnische Volksgruppen bilden die restliche Bevölkerung. Auch wenn Islam die offizielle Religion ist, werden Buddhismus, Hinduismus, Christentum und viele andere Religionen frei praktiziert.
In der Hauptstadt Kuala Lumpur kann man das Potential des tropischen Landes am besten erkennen. Die Petronas Towers, mit 88 Stockwerken und 452 Metern das höchste Gebäude der Welt, ragen silbrig-blau über glitzernden Shopping-Zentren, Garküchen, grünen Parks, Zoos und botanischen Gärten, dichtem Stadtverkehr, Tempeln und Moscheen, Museen und traditionellen Märkten, Geschäftsleuten und Urlaubern in den Himmel. Malaysische Frauen in farbenprächtigen bodenlangen Sarongs und Kopftüchern trinken in den Strassencafés des Bintang Walk Tee mit chinesischen Geschäftsfrauen im Minirock. Hippe Discos und die Klänge der Muezzin vermischen sich wie die Edelrestaurants mit kleinen brutzeligen Garküchen an jeder Strassenecke. Sanfte klassische Musik lockt Käufer in die klimatisierten Boutiquen der Edeldesigner aus aller Welt, lautes Gefeilsche und ein kunterbunter Mix aus Kleidung, Taschen, Uhren und Schnickschnack auf dem Nachtmarkt in Chinatown lässt die Herzen der Schnäppchenjäger höher schlagen auf der Suche nach dem besten Angebot. Alte Männer spielen gemächlich auf Hockern am Klapptisch in einer Seitenstrasse Mahjongg, Juppies stehen daneben und sprechen hektisch in ihre Handies mit Digitalkamera.
Kuala Lumpur boomt. Im späten 18. Jahrhundert war es noch eine kleine Minensiedlung auf der Suche nach Zinn am Zusammenfluss der Flüsse Klang und Gombak.1972 bekam Kuala Lumpur Stadtrechte und ist seit 1974 Bundesgebiet. Heute leben hier 1,5 Millionen Menschen. „K.L.“ ist der Puls der Nation und führt die rasanten Entwicklung von Handel und Gewerbe, Banken und Finanzen, Produktion, Verkehr, Informationstechnologie und Tourismus an. Trotzdem ist der alte Lebensstil geblieben. Die Menschen lächeln, sind aus tiefstem Herzen heraus freundlich, höflich und hilfsbereit geblieben - untereinander und im Umgang mit Fremden.
Das Lächeln ist gleich, die Freundlichkeit auch. Alles andere ist ganz anders an der Ostküste Malaysias. Drei Staaten gibt es hier – Kelantan, Pahang und Terengganu. Kelantan wird oft als Wiege der malaysischen Kultur bezeichnet und trägt gleichzeitig viele thailändische Elemente in seiner Kultur. Gelebt wird von der Fabrikation von Kunsthandwerk, Stoffen und Silberwaren, vom Fischfang, Ackerbau und von Heimarbeit. Keine Hektik, kein High-Tech. Auch in Pahang leben die Menschen in erster Linie von der Landwirtschaft und ihren natürlichen Ressourcen. Palmöl, Gummi und Kakao werden hier angebaut. Terengganu lebt vom Fischfang, Öl- und Gasraffinerien, Weben, Bootsbau und der Landwirtschaft.
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Spaß und Spannung im Süsswasser-Sumpfgebiet-Park
Author: Reise-Berichte
Das Putrajaya Wetland – 25 Kilometer nördlich von der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur – ist das erste künstliche Ökosystem in Malaysia und gleichzeitig der größte Süßwasser-Sumpfgebiet-Park in den Tropen. Er wurde zur Überschwemmungskontrolle auf dem Gelände von ehemaligen Kautschuk-Anbaugebieten angelegt und dient nun als natürliches Filtersystem für den 600 Hektar großen Putrajaya See. Der Park wird zu wissenschaftlichen und biologischen Forschungen ebenso genutzt wie als Erholungsgebiet.
Putrajaya Wetland umfasst den Taman Sumpf (138 Hektar) und weitere 971 Hektar große Sumpfgebiete. Der Park besteht aus 24 Zellen, die entlang der Flüsse Chuau und Bisa angelegt wurden. In diesen Marsch- und Moorgebieten gedeihen jetzt mehr als 70 Pflanzen-Sorten und auch die 24 Fischarten, die hier angesiedelt wurden, haben sich gut in das künstliche Ökosystem integriert. Auch verschiedene Vogelarten wie Silberreiher und Rohrdrommel finden hier Brut- und Nistplätze.
Der Besuch im Putrajaya Wetland Park beginnt im Taman Sumpfgebiet. Ein Besucherzentrum bietet jede Menge Informationen und Erklärungen über das Gebiet und ein 80 Meter hoher Aussichtsturm ermöglicht einen spannenden Panoramablick über Putrajaya – eine Gesamtfläche von 4.581 Hektar Größe. Im Park selbst finden Besucher zwei ausgeschilderte Spazierwege und einen Flamingo-Weiher.
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Malaysia feiert seinen goldenen Geburtstag
Author: Reise-Berichte
2007 feiert Malaysia seine 50-jährige Unabhängigkeit. Dieses ganz besondere Jahr soll für die Bevölkerung des multikulturellen Landes genau so unvergesslich werden, wie für seine Touristen. In einem Jahr voller Feste und Feiern wird auf die vergangenen fünfzig Jahre zurückgeblickt. Dieses Jahr ist die perfekte Gelegenheit, die fröhlichen und farbigen Feste von Malaysia kennen zu lernen.
Malaysia feiert 2007 fünzig Jahre Unabhängikeit und blickt in eine vielversprechende Zukunft. Rund 20′000 SchweizerInnen (Tendenz steigend) reisen jährlich in das tropische Land und geniessen die herzliche Gastfreundschaft der sehr multikulturellen Bevölkerung.
Bevölkerung
Die Bevölkerung von Malaysia gilt als sehr herzlich und ist bekannt für das Feiern farbenfroher Feste. Zum 50-jährigen Jubiläum lädt Malaysia die Welt ein: Gastfreundschaft wird gross geschrieben, Touristen sind stets herzlich willkommen. Die sehr tollerante malaysische Bevölkerung besteht aus einer grossen Anzahl friedlich zusammenlebender Kulturen sowie verschiedenen ethnischen Bevölkerungsgruppen.
Ausser den knapp 60% Malaien bevölkern vor allem Chinesen und Inder das Land. Zwar ist die offizielle Staatsreligion Malaysias der Islam, aber es werden alle anderen Weltreligionen frei praktiziert. Die vielfältige Kultur macht sich auch in der Gastronomie bemerkbar. Verschiedenste Asiatische Gerichte werden in der malaysischen Küche vereint, sorgen für Überraschungen und kulinarischen Hochgenuss.
Natur
Malaysias sehr vielseitige Schönheit zieht Jahr für Jahr mehr Touristen aus aller Welt an. Das tropische Land lockt mit seinen Millionen Jahren alten Regenwäldern, den zahlreichen Naturschutzgebieten und zauberhaften Stränden. In den National- und Marine-Parks kommen Naturliebhaber und Tierfreunde auf ihre Kosten. In speziellen Rehabilitationszentren werden beispielsweise die vom Aussterben bedrohten Orang Utans aufgezogen und ausgewildert.
Besucher wandern auf Holzstegen durch das Waldgebiet zu den Futterstellen in den Waldgebieten und können so die Affen, die sich frei bewegen, beobachten und ihren Lebensraum kennenlernen. Ein weiterer Höhepunkt sind die grossen Wasserschildkröten. Auf bestimmten unbewohnten Insel können die seltenen Meeresbewohner an wenigen Stunden pro Tag beobachtet werden.
Highlights während dem Visit Malaysia Year 2007
26.5.–10.6.2007 Colours of Malaysia
Colours of Malaysia ist zweifelsfrei das Fest der Feste. Das Beste der malaysischen Kultur und Küche, musikalisch umrandet von farbenfrohen Paraden und Tänzen wird in ganz Malaysia gefeiert und ist nicht nur für die Touristen ein wahrer Höhepunkt.
25.5.-2.6.2007 Gawai Dayak & Borneo Cultural Festival
Das Fest zur Reisernte findet alljährlich in Borneo statt. Die verschiedenen ethnischen Gruppen feiern ein multikulturelles, farbenfrohes Fest. Auch die umliegenden Regionen sind eingeladen, mitzufeiern.
13.-15.7.2007 Rainforest World Music Festival 2007
Inmitten des mystischen Borneos, treffen sich im Sarawak Cultural Village weltberühmte Musiker und feiern die Verbindung zwischen Natur, Kultur und Musik. Verschiedene Workshops und Jam-Sessions runden diesen magischen Event ab.
31.8.2007 50 Years of Nationhood – Merdeka Month Celebtation
Der 31. August ist der Nationalfeiertag von Malaysia. Mit einem grossen Fest zur Feier des 50-jährigen Jubiläums wird ein Monat des Feierns eingeläutet. In allen Regionen des Landes wird mit Paraden und Darbietungen gefeiert. Das Königspaar und der Premierminister sind unterwegs und besuchen die Bevölkerung.
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